Strafzins auf Spareinlagen

Als am 5. Juni 2014 die Europäische Zentralbank das Zinsniveau für kurzfristig bei ihr geparkte Gelder auf minus 0,1 Prozent senkte und dieses mittlerweile auf minus 0,2 Prozent anhob, war es nur noch eine Frage der Zeit, bis der Negativzins auf Spareinlagen von den Banken an die Kunden weitergegeben wird. Den Anfang machte die Skatbank, die Kunden mit einem Gesamtguthaben von über 3 Millionen Euro mit einem Strafzins von 0,25 Prozent belastet. Andere Banken sind diesem Beispiel bereits gefolgt und dass weitere diesen Schritt wagen, wird von vielen Finanzexperten nicht ausgeschlossen.

Einführung von Negativ- bzw. Strafzinsen als Anreiz für mehr Kredite

Negativ- oder Strafzinsen wurden von der Europäischen Zentralbank eingeführt, damit ein Anreiz für die Banken entsteht, mehr Kredite an Unternehmen und Privatkunden auszugeben, anstatt diese zurückzuhalten. Auf diese Weise soll die Konjunktur im gesamten Euroraum und insbesondere in den krisengebeutelten Ländern angekurbelt werden. Das heißt, dass sich derzeit Unternehmen und Privatleute günstig finanzieren können. 

Giro-, Spar- und Tagesgeldkonten von Strafzins betroffen

Vom Strafzins sind Giro-, Spar- und Tagesgeldkonten betroffen, zurzeit vor allem von Geschäfts- und institutionellen Kunden, wie Versicherer und Fonds. Denn von jeder Spareinlage bei der Bank, wie der Kassenbestand eines Fonds, muss diese einen Teil als Sicherheit bei der Europäischen Zentralbank hinterlegen, auf die die Bank nun selbst Strafzinsen zahlen muss. Es ist also durchaus möglich, dass bald auch auf private Sparer mit geringerem Sparguthaben der Strafzins umgelegt wird. Sparer gewähren mit ihrem Sparguthaben der Bank einen Kredit, für den diese Zinsen erhalten, die schon seit Längerem nur minimal ausfallen oder bereits bei null liegen. Die gewährten Zinsen decken so nicht mehr die Inflationsrate, weshalb Sparer einen zunehmenden Kaufkraftverlust ihrer Ersparnisse erleben. Nun sollen Sparer für ihr vorsorgliches Verhalten noch mehr zahlen. Um diesem Umstand entgegenzuwirken, können Sparer konsumieren, was auf direktem Weg die Wirtschaft belebt oder sich nach alternativen Anlagemöglichkeiten, die nicht vom Strafzins betroffen sind, umsehen. Dazu zählt die Investition in Sachwerte, wie Aktien oder Immobilien, die mit dem gegenwärtig niedrigen Kreditzins günstig finanziert werden können.

Wenn Sie mehr über das Thema Investition in Kapitalanlage Immobilien wissen möchten, können Sie uns gerne unverbindlich zu einem kostenfreien Beratungsgespräch kontaktieren.

Das Bestwert Team – Ihr Partner für Kapitalanlage- und Denkmalschutz-Immobilien in Berlin, Potsdam und Leipzig.

neuer: Warum Leipzig als Studienstandort immer beliebter wird / älter: Steigende Nachfrage nach Luxusimmobilien