Projektentwicklungsvolumen in Berlin/Potsdam steigt auf Rekordniveau

Potsdam/Berlin. In der Bundeshauptstadt und der brandenburgischen Landeshauptstadt stehen die Kräne gar nicht mehr still. Die Zahl der Projekte ist von 991 auf über 1.101 geklettert. Das Flächenvolumen hat sich im Vergleich zum vergangenen Jahr um 10% erhöht.

Zum sechsten Mal nacheinander ist das Projektentwicklungsvolumen in Berlin und Potsdam angestiegen. Das geht aus einer jährlich von Marktforschern erstellten Studie hervor, die jeweils die Projektentwicklungen in einem Betrachtungszeitraum über acht Jahre darstellt . Im aktuellen Betrachtungszeitraum kletterte das Flächenvolumen auf 7,67 Mio. m2 und liegt damit 9,5% höher als im vergangenen Jahr. 

Die Marktforscher erfassen hierbei alle Bau-Vorhaben, deren Flächenvolumen über 1.000 m2 liegt und die von Projektentwicklern auf eigenes Risiko realisiert und vermarktet werden. Keine Berücksichtigung finden Projekte von Eigennutzern sowie Wohnungsneubauten, die von Genossenschaften und kommunalen Wohnungsgesellschaften realisiert werden. 

Der Investitionswert der Büroprojekte beträgt laut Studie 442 Mio. Euro in diesem Jahr. Dieser werde bis 2016 auf 1,19 Mrd. Euro steigen. 

Der Unterschied zwischen Berlin und der deutlich kleineren Schwesterstadt zeigt sich schon jetzt: Aktuell erwirtschaften Büroimmobilien in Potsdam eine Nettoanfangsrendite von 6,4%, in der Hauptstadt sind es dagegen lediglich 4,8%.

Auf Platz drei und vier in der Projektentwicklungsliste stehen Hotels und Einzelhandelsflächen. Auf 638.000 m2 immerhin summieren sich die neuen Handelsflächen. Seit 2008, dem ersten Erscheinen der Studie, steigt das Projektvolumen in diesem Segment erstmals wieder (+9,3%). Vor allem trugen hierzu großflächige Entwicklungen wie die Mall of Berlin bei. Projekte dieser Art wären in der kleinteilig organisierten Innenstadt von Potsdam gar nicht möglich.

Bauprojekte bevorzugt in den Innenstädten von Berlin und Potsdam

Bevorzugt wird sowohl in Potsdam wie in Berlin in Innenstadtlagen gebaut. „umso größer die Entfernung zum Zentrum, desto niedriger fällt in der Regel auch das Projektentwicklungsvolumen aus. Augenscheinlich ist es jedoch, dass inzwischen auch periphere Standorte von Projektentwicklern entdeckt werden”, geht aus der Studie hervor.

Im Falle von Berlin profitieren vor allem folgende Berliner Wohnbezirke im Wohnungsbau von dieser Entwicklung:

Hingegen entstehen in Potsdam vor allem auf dem Bornstedter Feld neue Wohnungen. Realisiert werden die Projekte in Berlin wie Potsdam vornehmlich von lokalen Bauträgern. Gebaut werden hauptsächlich Eigentumswohnungen (60%). 32% der Wohnfläche entfallen auf Mietwohnungen und 7% für Reihen- und Doppelhäuser.

Angesichts des rasanten Bevölkerungswachstums in Berlin und Potsdam steigt die Nachfrage nach Wohnraum weiter an. Daraus resultierend stiegen auch die Preise weiter an. Bei Wohneigentum in Berliner Bestlagen werden in der Spitze 7.500 Euro/m2 (Durchschnitt 3.900 Euro/m2) verlangt, in Potsdam 4.523 Euro/m2 (Durchschnitt 3.600Euro/m2). Die Mieten liegen im Schnitt bei 11,15 Euro/m2 in Berlin und 10,50 Euro/m2 in Potsdam. 

 

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