Leipzig- die Sachsenmetropole wächst und wächst

Innerhalb der letzten vier Jahre wuchs die Stadt jährlich um mehr als 10.000 Einwohner. Vor allem junge Leute zieht es in die beliebte Studentenstadt. In individuellen Denkmalimmobilien entstehen zahlreiche neue Studenten-WGs. Das Bevölkerungswachstum bietet große Chancen für Leipzig, ist aber auf der anderen Seite eine große Herausforderung.

Seit 50 Jahren gibt es in der Stadt erstmals mehr Geburten als Sterbefällen. So gehen einige Prognosen davon aus, dass im Jahr 2030 die 700.000-Einwohner-Marke geknackt wird. Einem Bericht des “Mitteldeutschen Rundfunks” zufolge ist auch das Stadtplanungsamt überrascht von dem deutlichen Bevölkerungszuwachs. Der Leiter des Stadtplanungsamtes Jochem Lunebach zeigt sich gegenüber dem MDR jedoch sehr erfreut über die Attraktivität seiner Stadt.

Investitionen in die Infrastruktur, ein Ausbau des Wohnungsmarktes und die Ansiedlung von Industrie und Gewerbe macht Leipzig für die Neubürger interessant. Innerhalb der letzten zehn Jahre sind rund 40.000 neue Arbeitsplätze in der Sachsenmetropole entstanden. Zunehmend entscheiden sich viele Einwohner aus kleineren Städten und Gemeinden nach Leipzig zu ziehen. Zwei Drittel der Zuzügler kommen aus Ostdeutschland, das restliche Drittel setzt sich aus Westdeutschen und Bewohnern aus dem Ausland zusammen.

Die Stadtplaner stehen vor einer großen Herausforderung: Wo sollen die neuen Bürger wohnen? Die Metropole ist deutlich auf die Innenstadt fokussiert. Hier sollen kurze Wege für einen hohen Wohnwert sorgen. Innerhalb dieser Lagen gibt es ausreichende Flächen, auf denen neuer Wohnraum entstehen kann. Auch wenn die Stadt Neubauprojekte fördern will, sollen brach liegenden Flächen dafür sorgen, dass Raum für kreative Maßnahmen bleibt. Aktuell gibt es laut MDR-Bericht noch keine Wohnungsnot in der Stadt. Sehr interessant sind Denkmalimmobilien, die mit einem hohen Wohnwert und einem einzigartigen Charakter überzeugen.

Die Mieten könnten aufgrund der hohen Nachfrage steigen, in vielen Vierteln könnte sich die Bewohnerstruktur zu einseitig entwickeln. Die Stadtplaner betonen daher, die kommunale Wohnungsgesellschaft müsse daher möglichst breit gefächert Mietwohnungen bereithalten. Zudem sollten auch andere Eigentümer auf die unterschiedlichen Ansprüche der Bewohner eingehen und so Wohnraum für besondere Zielgruppen schaffen. Dabei kann es sich zum Beispiel um seniorengerechte Wohnungen handeln. In vielen Stadtvierteln werden Denkmalimmobilien aufwändig saniert und instandgesetzt. Diese Denkmalimmobilien sind vor allem für Bewohner, die Wert auf ein außergwöhnliches Ambiente legen, interessant.

neuer: Steigender Wohnungsbedarf in den kommenden Jahren / älter: Mietpreisbremse, Aufteilungsverbot, Bestellerprinzip…was kommt und mit welchen Auswirkungen