Keine Mietpreisbremse bei Denkmalimmobilien zu erwarten

Werden Denkmalimmobilien umfassend modernisiert, gilt die Mietpreisbremse bei Erstvermietung dieser Objekte nicht. Damit ergibt sich für den Eigentümer neben der staatlichen Förderung als Baudenkmal oder aufgrund der Lage in einem Sanierungsgebiet ein weiterer Vorteil. Nach den Vorgaben der Mietpreisbegrenzung darf die Miete in bestimmten Regionen bei Abschluss eines neuen Mietvertrages nicht mehr als zehn Prozent über der ortsüblichen Vergleichsmiete liegen. Eigentümer von Denkmalobjekten müssen diese Vorgaben bei einer Erstvermietung nach Modernisierung nicht immer beachten.

Was ist eine umfassende Modernisierung?

Der “umfassenden Modernisierung” kommt dabei eine wichtige Rolle zu. Denn nur wenn die Denkmalschutzimmobilien so saniert und modernisiert werden, dass sie danach dem Standard eines Neubaus entsprechen, erkennt der Gesetzgeber die Modernisierungsmaßnahmen an und die Mietpreisbremse greift in diesen Fällen nicht. Führt der Eigentümer nach dem Auszug eines Mieters eine Modernisierung der Immobilien durch, oder setzt nur Teile des Objekets instand, reicht das als “umfassende Modernisierung” nicht aus. Denkmalimmobilien und Immobilien in Sanierungsgebieten werden jedoch in der Regel häufig kernsaniert, so dass in diesem Zusammenhang auf jeden Fall von einer “umfassenden Modernisierung” auszugehen ist. Als Faustregel gilt: Wenn für die Arbeiten an den Denkmalimmobilien etwa ein Drittel der Baukosten wie für einen vergleichbaren Neubau aufgewendet werden, kann von einer umfassenden Maßnahmen ausgegangen werden. In diesen Fällen kommt die Mietpreisbremse bei der ersten Vermietung des Objektes nicht zum Tragen und der Vermieter kann die Miete mit dem Mieter frei verhandeln.

neuer: Aktuelle News zu Kapitalanlagen, Immobilienmarkt & Denkmalschutz / älter: Berlin – im weltweiten Ranking inzwischen auf Platz 3!