Brexit bringt Frankfurt neue Jobs in vielen Branchen

Nicht nur die Finanzbranche, sondern fast alle anderen Branchen profitieren in Frankfurt von den den Folgen des Brexits. Eine Studie geht davon aus, dass Großbritanniens EU-Ausstieg der Region rund 88.000 neue Jobs bescheren könnte.

88.000 neue Arbeitsplätze für die Rhein-Main-Region

Durch den Umzug von Finanzunternehmen werden etwa 10.000 Arbeitsplätze von London nach Frankfurt verlagert. Einkommensstarke Mitarbeiter sind dann auf der Suche nach attraktivem Wohnraum, so dass von einer steigenden Nachfrage nach Denkmalimmobilien und Kapitalanlageimmobilien auszugehen ist. Doch neben der Finanzbranche wird der Brexit für positive Effekte in anderen Bereichen sorgen, das ergab eine Studie der WHU-Otto Beisheim School of Management. Der Inhaber des Lehrstuhls für empirische Kapitalmarktforschung Lutz Johanning geht einem Bericht der “Frankfurter Rundschau” zufolge von etwa 21.000 neuen Stellen für den Frankfurter Raum sowie 88.000 Arbeitsplätzen für die gesamte Rhein-Main-Region aus. Dabei soll es sich um eine recht vorsichtige Schätzung handeln, so dass die tatsächlichen Werte noch deutlich höher ausfallen könnten. Das von den Experten entwickelte Modell geht davon aus, dass der Schub in der Finanzbranche als Wachstumsmotor für weitere Branchen dienen könnte.

Nachfrage nach Denkmalimmobilien und Kapitalanlageimmobilien

Nicht nur Denkmalimmobilien und Kapitalanlageimmobilien boomen in der Mainmetropole, die neuen Eigentümer bescheren Frankfurt ein kräftiges Plus bei den Steuereinnahmen. Vorsichtig geschätzt könnten jährlich rund 136 Millionen Euro in das Stadtsäckel fließen. In einer optimistischeren Prognose ist sogar von etwa 191 Millionen Euro die Rede. Auch der Geschäftsführer von Frankfurt Main Finance Hubertus Väth sieht den Stellenzuwachs durch den Brexit in der hessischen Metropole sehr positiv. Gleichzeitig betont er aber, das Wachstum müsse mit den zusätzlichen finanziellen Mitteln entsprechend gestaltet werden.

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